Erste Woche

Erst mal Entschuldigung, dass ich mich jetzt erst melde. Ich hatte bis heute noch kein Internet in meiner WG.

Also fang ich mal am Anfang an:

Auf meinem Flug am 22. August 2015 von Hamburg über Dubai habe ich so gut wie durchgeschlafen und wurde dann in Kapstadt von meiner Freundin Serena am Flughafen abgeholt. Da ich zwei Tage früher in Kapstadt war als die anderen Freiwilligen, waren die beiden ersten Tage ruhig und erholsam genug, um den Jetlag weg zubekommen. Am 25. August sind dann 14 weitere Freiwillge eingetroffen, die auch in diesem Jahr für das „Centre for Creative Education“ arbeiten werden. Jede/r dieser Freiwilligen hat seinen eigenen Kindergarten für den er/sie zuständig ist. Fünf von diesen werden an einer Waldorfschule helfen. Diese sind in Gastfamilien direkt im Township untergebracht. Die restlichen zehn und ich wurden auf WGs aufgeteilt. Davon liegt eine in Fish Hoek und zwei in Muizenberg. Ich bin in Muizenberg untergekommen. Unsere Wohnung liegt nur circa zwei Minuten Fußweg vom Strand entfernt J. Ich wurde dort mit drei weiteren Freiwilligen einquartiert. Diese sind: Sina, Elisa und Lilit. Und im September kommen noch zwei weitere dazu…

Am ersten Abend sind wir alle zusammen Essen gegangen. Am nächsten Morgen musste ich leider feststellen, dass mein Zimmer genau an den Bahnschienen liegt und die Züge schon ab morgens um vier Uhr fahren. Somit fährt die Bahn gefühlt direkt durch mein Zimmer und ich brauche somit auch keinen Wecker L. Nach dem frühen Aufstehen ist dann unsere gesamte WG um 8.40 Uhr mit der Bahn zum Centre gefahren. Dieses liegt in Plumstead. Die Züge hier in Kapstadt sind  in zwei Klassen aufgeteilt: Es gibt eine 1. Klasse und eine 3. Klasse. Der Unterschied zwischen den Klassen ist nur an den Sitzen und der Menschenmenge in den Abteilen zu erkennen. Wir sind in der 3. Klasse gefahren und haben somit schnell Anschluss an das Gequetsche und laute Treiben der morgendlichen Bahnfahrt gefunden. Außerdem läuft immer jemand durch den Zug, der kleine Sachen verkauft wie Chips, Süßigkeiten, Nagelscheren oder andere Sachen, die man gerne hätte. Beim Centre angekommen, wurden wir von Tobias Wrona begrüßt und allen Leuten vor Ort vorgestellt. Tobias ist der Leiter für das Programm in den Townships und der Koordinator für die Freunde der Erziehungskunst für Afrika. Am Centre selber werden Waldorferzieher ausgebildet. Diese Ausbildung geht über drei Jahre. Außerdem haben wir noch ein paar Sichherheitshinweise zu den Orten, in denen wir wohnen und zu Südafrika im Allgemeinen bekommen. Am Freitag haben wir  dann alle erfahren in welchen Kindergarten wir kommen. Meiner heiß Kideo Kids und liegt im Township Samora. Außerdem wurden uns unsere „principles“ vorgestellt. Meine Vorgesetzte heißt Veronica.

Fotos zu meiner WG, wie es dort aussieht, wer mit mir wohnt und wie Muizenberg aussieht findet ihr unter meinen Fotos!